Kostümdesignerinnen und Kostümdesigner entwerfen Körperbilder im Kontext öffentlicher, theatraler und medialer Aktionsräume. Sie benutzen die Sprachsysteme der Kleidung für die Inszenierungen und Rollenspiele ihrer Modelle und Figuren. Die szenische Vorstellung einer Situation oder eines Prozesses sowie die Lösung eines technologischen oder kommunikativen Problems werden zum Ausgangspunkt gestalterischer Intension. Im Zentrum steht dabei der künstlerische Entwurfsprozess für szenische Kostüme und deren Realisierung unter Berücksichtigung der räumlich-ästhetischen Dimension auf der Grundlage von Dramaturgie, Theater-, Film-, Kunstgeschichte und Literatur.
Kostümdesignerinnen und Kostümdesigner beherrschen den künstlerischen Entwicklungsprozess von der Ideenfindung und Konzeption über Entwurf und Präsentation bis zur Realisierung eines szenischen Kostüms und können ihre Arbeit in inszenatorische Situationen im Film, im Fernsehen, in Schauspiel, Oper, Musical oder Ballett einbinden. Sie sind in der Lage, auf die Entwicklung der Figur durch Darsteller und Regie zu reagieren. Die Absolventinnen und Absolventen verfügen über Grundkenntnisse der Lichtgestaltung und können die räumliche Dimension in ihre Gestaltung einbeziehen. Neben Material- und Schnittbestimmung haben Kostümdesignerinnen und Kostümdesigner auch die Aufgabe, ihre Entwürfe der Regie, der Produktionsleitung und den Werkstätten so zu vermitteln, dass sie kalkulierbar sind und mit angemessenem Aufwand umgesetzt werden können. Sie besitzen Kenntnisse der modernen Schnittentwicklung, moderner Fertigungstechniken, des historischen Schnitts, der Stoffmanipulation und der Maskenentwicklung.
Der Studiengang Kostümdesign bereitet seine Studierenden auf die anspruchsvollen und vielfältigen Aufgaben der Kostümdesignerin und des Kostümdesigners in der nationalen und internationalen Medienlandschaft vor.