Studieninformationen Modedesign

Das Fachgebiet Modedesign ist ein Teilgebiet innerhalb des dreigliedrigen Studiengangs Modedesign, Kostümdesign und Textildesign. Innerhalb des Studiums wird in der Studienrichtung Modedesign mit einem breiten Angebot an theoretischen, künstlerisch-bildenden und handwerklichen wie technischen Inhalten dem weiten Feld der Entwicklungsmöglichkeiten Rechnung getragen, um die Bildung eigenständiger Designerpersönlichkeiten zu ermöglichen. Der Studiengang Modedesign basiert auf einem künstlerischen und entwurfsmethodischen Grundstudium sowie der Vermittlung handwerklicher, technischer und theoretischer Grundlagen wie Schnittentwicklung, Fertigungstechniken, Textildruck, Weberei, Färberei, Strick, Kostümtechniken oder CAD aber auch philosophische und ästhetische Kenntnisse. Innerhalb praktischer Konzeptionsprojekte werden erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten erprobt und trainiert. Der Prozess vom Entwurf bis zur Realisation wird umfassend erarbeitet. Konzipiert und entwickelt werden alle Arten von Kleidungsstücken und Accessoires für verschiedenste Linien und Spezialisierungen. Im Zentrum steht die Entwicklung und Förderung der Studierenden, die offen, kritisch und neugierig auf kulturelle und gesellschaftliche Veränderungen und Tendenzen reagieren und professionelle, authentische und individuelle Lösungen formulieren.

ModedesignerInnen konzipieren und entwerfen Kollektionen. Hierfür realisieren sie die Mustermodelle, wählen Material und Farbe. Im Bereich von Stoff-, Leder-, Strickkollektionen, Herren- und Damenbekleidung entwerfen sie ein Produkt, das in Serie oder als Einzelmodell gefertigt werden kann. Arbeitsfelder sind beispielsweise im Musteratelier einer Textilfirma der Bekleidungsindustrie, im Atelier eines/r Modedesigners/in, bei einem Couturier oder im Styling-Büro (Information). ModedesignerInnen sind auch freiberuflich beratend für Ausstattung in Film, Fernsehen oder Theater tätig.

Bachelor

Beginnend mit dem Basisjahr wird im ersten Jahr des Bachelorstudiums ein fachgebietsübergreifender Unterricht angeboten, der über einen strukturierten Verlauf verfügt.

Der Studiengang basiert auf einem fundierten künstlerischen und entwurfsmethodischen Grundstudium, in dem die fachspezifisch erforderlichen Grundlagen wie Färben, Weben, Stricken, Kaschieren und das Entwicklen von Schnittmustern in den Laboren vermittelt werden.

Die Labore werden auch zur Umsetzung von individiuellen Studienarbeiten genutzt, etwa zur Schnittgestaltung, Fertigungstechnik und der computergestützten Visualisierung. Diese Disziplinen werden in einzelnen Kursen vermittelt. Ebenfalls nimmt die künstlerische Ausbildung einen großen Anteil im Studium ein, bei der Fokus auf der eigenen Modedarstellung, der Reflexion und Kreation von Silhouetten und Details liegt.

Ein wissenschaftliches Lehrangebot in Kunst-, Kostüm- und Designgeschichte sowie in Kommunikationstheorie und Kulturphilosophie flankiert die praktische Ausbildung, die sich gemäß den einzelnen Studienfächern in die Modulgruppen Design, Kunst, Labore/Werkstätten und Theorie unterteilen lässt.

Die anteilige Aufteilung der Fachbereiche in Modulgruppen ist folgender Grafik zu entnehmen:

Design

Design-Projekte für Praxiserfahrung

Kunst

Kunst zum Training der Wahrnehmung

Labore

Labore für technisches Know-How

Theorie

Theorie als Fundament

 

Master

Im dreisemestrigen Masterstudiengang Design mit der Fachrichtung Modedesign im Teilstudiengangs Modedesign, Kostümdesign und Textildesign werden die Grundlagen aus dem Bachelorstudium vertieft und individuell spezialisiert. In eigenen Curricula des Fachgebiets Modedesign werden Seminare, Projekte und Präsentationen auf die jeweiligen Interessen und Fähigkeiten zugeschnitten angeboten und sind anteilig wählbar. Als Studienziel kann die Spezialisierung auf eine Disziplin, wie auch eine breit aufgestellte Qualifizierung gelten. Ebenfalls profitieren die Studierenden von einer Zusammenarbeit mit den anderen Fachgebieten des Designdepartments und einem lebhaften Austausch.

Im dreisemestrigen Masterstudiengang liegt der Fokus auf dem eigenen Masterprojekt und dessen Reflexion und Analyse im Masterforum. Flankiert wird das Masterprogramm durch ein vertiefendes Angebot in den Modulgruppen Labor und Theorie. In der theoretischen Auseinandersetzung werden kunst- und kleidungshistorische Auseinandersetzungen innerhalb der verschiedensten Epochen vertieft, während die Labore handwerkliche Fähigkeiten und Fertigkeiten erweitern und festigen. Abschließend wird die Master Thesis von einem Master Kolleg im dritten Semester begleitet.

Das Masterstudium qualifiziert die Studierenden für eine eigenverantwortliche, leitende Tätigkeit in einem Unternehmen oder einer Institution in Wirtschaft, Politik, Kultur oder Bildung sowie für eine entsprechende freiberufliche Tätigkeit. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Masterthesis erlangen die Studierenden den akademischen Grad Master of Arts.