Fachgebiete Kostümdesign

Modulgruppe Design (D)

Designkurse vermitteln die Anwendung und Verknüpfung handwerklicher und technischer Fertigkeiten, theoretischen Wissens und künstlerischer Ausdrucksmittel der verschiedenen Disziplinen mit dem Ziel der Entwicklung einer individuellen gestalterischen Praxis. In diesem Studiengang werden folgende Fachgebiete der Modulgruppe Design angeboten:

Kostümdesign

In den Kursen erlernen Studierende das Entwerfen von Kostümen und Masken. Dem Diskurs und der künstlerischen Praxis von Methoden konzeptionellen Arbeitens und ästhetisch-gestalterische Grundlagen kommen im Studium große Bedeutung zu. Im offenen künstlerischen Prozess und in der künstlerischen Praxis wird experimentiert und geforscht. Das Fachgebiet bildet generalistisch für alle Sparten des Literatur- und Musiktheaters, für Fernsehen und Kinofilme auf nationaler und internationaler Ebene aus. Die Studierenden werden durch die Wissensvermittlung in Theorie und Techniken befähigt künstlerische Perspektiven und ästhetischer Standpunkte, als eigenständige KünstlerInnen und PartnerInnen innerhalb eines Regieteams zu formulieren.

Modulgruppe Kunst (K)

Die Kenntnisse und Praktiken der Bildenden Kunst werden durch die Kunst Kurse (K) vermittelt. Sie ermöglichen einen großen Freiraum zur Erfahrung und Wahrnehmung von künstlerischen Methoden, praktischen Arbeitsweisen und einem eigenen künstlerischen Problembewusstsein.

Computergestütztes Experiment

Können wir leblosen Objekten, Materialien oder Räumen Leben einhauchen? Im Fach Computergestütztes Experiment werden Rauminstallationen entwickelt, es entstehen Skulpturen und Objekte mit Eigenleben. Am Ende des Semesters wird ausgestellt und so der Einsatz des Geschaffenen in Interaktion mit dem Publikum erprobt.

Künstlerische Konzeption (MA)

Durch die Verknüpfung der Bildenden Kunst mit einer Wissenschaft gibt es die Möglichkeit spezifische Perspektiven für intermediale und transdisziplinäre Forschungsvorhaben zu entwickeln. Master Studierende erhalten im Kurs Künstlerische Konzeption eine Vertiefung und Erweiterung ihrer künstlerischen und wissenschaftlichen Kenntnisse und Fähigkeiten. Vermittelt werden profunde Kompetenzen im Umgang mit künstlerischen Konzeptionen und die Befähigung diese angemessen anzuwenden, zu dokumentieren und zu präsentieren.

Malerei

Im Fachgebiet Malerei werden vielfältige künstlerische Ansätze erprobt und eigene künstlerische Standpunkte entwickelt. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit gestalterische Erfahrungen zu sammeln, die von den klassisch-akademischen Grundlagen bis hin zur freien künstlerischen Forschung reichen. Das Arbeitsspekturm reicht von realistisch bis abstrakt, vom freien Arbeiten mit oder ohne Thema bis hin zu einem Kontext als Quelle für Reflexion und Inspiration. Neben technischen und praktischen Fragestellungen widmen sich die Kurse vorwiegend dem Finden eines eigenen künstlerischen Ausdrucks.

Zeichnen

Die Zeichnung ist eine direkte, künstlerische, visuelle Sprache und tragende Grundlage für die gestalterische Ausbildung. Im Fachgebiet Zeichnen werden Zeichnungen sowohl als eigenständige aber auch als vorbereitende Medien verstanden. Zeichnungen sind ein Nährboden für alle anderen folgenden kreativen Prozessen. Durch Zeichnungen werden neue Realitäten in Fläche oder Raum geschaffen. Eine direkte Verbindung von Gesehenem und Erlebtem wird materialisiert. Ausgehend von verschiedenen Ansätzen, inhaltlichen und technischen, werden eigene Arbeitsweisen und Themenfelder entwickelt und umgesetzt.

Modulgruppe Labor (L)

In den Labor Kursen werden praktische Erfahrungen und Kenntnisse erlernt und vertieft. Die Labore ermöglichen einen Einstieg in handwerkliche Grundkenntnisse und stellen dafür die materielle Ausstattung der wichtigsten Techniken bereit. Für das Studienfach werden die folgenden Labor Kurse (L) angeboten.

Computerlabor

Das Computerlabor wurde vor allem für die Entwicklung von Printmedien eingerichtet. Es bietet aber auch Raum für die Grundlagenvermittlung und Vertiefung von HTML5 und CSS3 Kenntnissen, der Realisation von Printmedien sowie für Layout und Bildbearbeitung und Arbeitsplätze für 3D, After Effects, Interactive Storytelling, Web3D, Illustrator, TV Paint, Painter. Das Labor verfügt über einen Unterrichtsraum zur Vermittlung von Designsoftware und ausgesuchten Schriften sowie einer offenen Werkstatt, in der Studierende selbständig und in Gruppen arbeiten können. An den Computerarbeitsplätzen betreuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Studierenden.

Fertigungstechnik

Im Fach Fertigungstechnik werden Designrealisation sowie die Umsetzung von Entwürfen verhandelt. In den beiden obligatorischen Basissemestern werden die Grundlagen der industriellen Fertigung anhand von Bekleidungsdetails vermittelt. In den weiteren Wahlpflichtkursen werden Spezialisierungen wie Schmucktechniken, Jerseyverarbeitung, Hosen- und Rockfertigung und Jackenfertigung in umfassenden Kursen angeboten. Das Hauptziel des Unterrichts ist die professionelle Umsetzung von Designideen in dreidimensionale Bekleidungsstücke. Im Labor Fertigungstechnik stehen professionelle Maschinen zur Verfügung.

Historischer Schnitt

In den Kursen wird anhand ausgewählter Epochen ein Verständnis für den Zusammenhang zwischen Körper, Material und Schnitt geschaffen. Der Blick für Linien und Proportionen wird geschärft und ein ein Gefühl für die zeitbezogen typischen Formen und Silhouetten entwickelt. Theoretische Auseinandersetzung und praktische Erfahrung werden kombiniert. Durch Umsetzungen in Nesselmodelle lassen sich die Besonderheiten und Notwendigkeiten der unterschiedlichen Kostümstile erfassen.

Kostümgestaltung

Es werden gestalterisch-praktische Grundlagen der Kostümgestaltung erworben, welche die Studierenden befähigen, Entwürfe aus den Bereichen Modedesign, Film, Schauspiel, Oper oder Ballett zu realisieren. Unter Vorgabe thematischer Aufgabenstellungen Vermittlung der Grundlagen der Stoff- und Kostümmalerei, der Drucktechniken, der plastischen Veränderung von Oberfläche, der Bearbeitung von Kostümen (Aging) und der Herstellung von Masken und Modellen. Realisierung eigener Entwürfe unter Anwendung der handwerklich-künstlerischen Techniken. Die praktische Erfahrung im Umgang mit Materialien und daraus resultierenden künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten sind wesentlicher Bestandteil der Lehrveranstaltung.

Schnittgestaltung

Die Disziplin der Schnittgestaltung umfasst die Vermittlung von Grundlagen der Schnittkonstruktion im Basisjahr. Anschließend werden im Hauptstudium sowohl Schnittgestaltung als auch freies Modellieren für Bachelor- und Master-Studierende angeboten. Sonderthemen wie HAKA oder CAD werden zusätzlich angeboten. Hohe gestalterische Sensibilität und ein präzises Gefühl für Formen und Proportionen des Körpers müssen sich verbinden. Die Studierenden sollen befähigt werden, Gestaltungsaufgaben dreidimensional zu lösen und eine eigene Handschrift zu entwickeln.

Modulgruppe Theorie (T)

Das Fachgebiet Theorie (T) schafft einen Raum der Reflexion zwischen Kunst, Wissenschaft und Gestaltung. Entsprechend der interdisziplinären Ausrichtung des Departments Design, verfolgt das Fachgebiet forschungsgeleitete, versuchsorientierte Lehre in den folgenden Lehrgebieten.

Ästhetik und Kulturphilosophie

Das Lehrgebiet fragt nach dem Sinn und der Verortung, die Menschen ihrer Kultur und deren Geschichte, ihren Artefakten, Techniken und Kunstwerken geben. Mit einer 2500 Jahre alten Textgeschichte (von Dialogen über Traktate hin zu Essays und Streitschriften) eröffnet sich so ein tastendes, grenzgängerisches Denken, das betrachtet und begründet, meditiert und spekuliert, diskutiert und argumentiert, das zweifelt, aber eben auch anerkennt, fundiert und sich im Verstehen übt.

Creative Writing und Poetik/Rhetorik

Die Disziplinen Creative Writing und Poetik/ Rhetorik vermitteln die praktische Satzbaulehre als eine Kulturtechnik, die sich erlernen und lehren lässt. In einer Werkstatt der Wörtlichkeit, werden verbale Ausdrucksfähigkeit und ihre Repertoires durch learning by doing geschult. Seit der Antike wird Rhetorik als Theorie und Kunst der Beredsamkeit, auch in Formen der Schriftlichkeit gelehrt. Während sich in der Poetik das methodische Vergnügen offenbart, sich in die Regeln und Geheimnisse der Satzbaukunst zu vertiefen.

Dramaturgie

In den Dramaturgiekursen steht die Entwicklung, Erforschung und Transportabilität von Spannungsbögen innerhalb eines Kunstwerks im Mittelpunkt. Prozessuale und strukturierte Tätigkeiten, kommunikative Akte, gesellschaftliche Geschehnisfolgen und Vorgänge, in der Sphäre der symbolischen Repräsentation unterliegen Dramaturgien, die wir reflektieren und neu ordnen oder selbst strukturieren. Dramaturgie kann als performativer Eingriff in die Gestalt und Wirkung formuliert werden. Kreativ und reflektierend wird sich hier mit Definitionen, Aufgaben und Möglichkeiten von Kunstereignissen auseinandergesetzt.

Kunst- und Modegeschichte/Modetheorie

Das Lehrgebiet Kunst- und Modegeschichte / Modetheorie bietet Möglichkeiten zur diskursiven, geisteswissenschaftlichen Auseinandersetzung mit kunst- und kleidungshistorischen Epochen sowie speziellen Themenstellungen des Faches. Anhand unterschiedlicher Quellengattungen wird die historische wie aktuelle Bedeutung des äußeren Erscheinungsbildes für die menschliche Identität in Abhängigkeit von der umgebenden Kultur und Gesellschaft kritisch reflektiert. Das solchermaßen gewonnene Verständnis von „Textil / (Mode-)Kleidung / Kostüm“ als Form und Medium im soziokulturellen Kontext unterstützt die Ausbildung des individuellen kreativen Potentials.

Künstlerische Forschung und Designforschung

Auf welche Art von Erkenntnis zielt künstlerische Forschung und in welchem Verhältnis stehen diese zu anderen Formen der Erkenntnisbildung? Im Lehrgebiet künstlerische Forschung und Designforschung werden spezifische Vorgehensweisen künstlerischer Forschung untersucht und vermittelt. Die Grundlage künstlerischer Forschung und Designforschung sind ästhetisches Erleben und künstlerische Erfahrung. Mit ihrer Hilfe werden Methoden und Formate produziert, in denen neue Erkenntnisse und Erfahrungen geschaffen, vermittelt und diskutiert werden können.