Fachgebiete Kommunikationsdesign

Modulgruppe Design (D)

Designkurse vermitteln die Anwendung und Verknüpfung handwerklicher und technischer Fertigkeiten, theoretischen Wissens und künstlerischer Ausdrucksmittel der verschiedenen Disziplinen mit dem Ziel der Entwicklung einer individuellen gestalterischen Praxis. In diesem Studiengang werden folgende Fachgebiete der Modulgruppe Design angeboten:

Brand Design

Im Fach Brand Design werden strategische und gestalterische Ideen entwickelt, die die Persönlichkeit einer Organisation, eines Service oder eines Produktes glaubhaft und medienübergreifend kommunizieren. Die Kernaufgaben der Markenentwicklung bestehen in der Kommunikation von charakteristischen Eigenschaften, bestimmter Leistungen und Attributen. Die Basis hierfür sind — neben den bereits erlernten gestalterischen Fähigkeiten — Sensibilität, Geduld und Spaß an angewandtem Kommunikationsdesign

Editorial Design

Die Gestaltung editierter Publikationen wie Zeitschriften, Zeitungen und Bücher sowie entsprechender Online-Medien stellen die Aufgabenfelder des Editorial Design dar. Im Zentrum steht das Layout des gedruckten Mediums. Dieses gilt es zu strukturieren und so orientierend durch die Publikation zu führen. Ein virtuoser Umgang mit Bild und Text — konzeptionell wie grafisch — führt verschiedenste Inhalte und Formate zu überzeugend ausgestalteten Publikationen zusammen.

Fotografie

Studierende, die Fotografie als Schwerpunkt wählen, werden im Laufe ihres Studiums im Bereich der Dokumentarfotografie durch ganz unterschiedliche Aufgabenstellungen dazu befähigt, individuell ihre Spezialisierung in der Fotografie zu finden, diese zu vertiefen und hier eine eigene Handschrift, einen fotografischen Stil zu entwickeln. Die Stärkung und Verdichtung der eigenen Bildsprache steht im Mittelpunkt, ebenso der Diskurs zur zeitgenössischen Fotografie und den Klassikern. Die Fähigkeit, Bilder zu gestalten, zu reflektieren und zu editieren ist elementar für alle bildverwertenden Berufe.

Interaction Design

Interaction Designerinnen und Designer gestalten all das, was Benutzer sehen, hören und fühlen, wenn diese mit Anwendungen, Geräten und digitalen Medien interagieren. Im Zentrum Ihrer Arbeit stehen Funktionen, Inhalte und Formen von Internetangeboten, Anwendungen auf mobilen Endgeräten, aber auch interaktiven Installationen und Terminals. Der Designprozess führt von der ersten Recherche bis hin zur fertigen Implementierung und Umsetzung. Im Fachgebiet Interaction Design werden Schnittstellen zwischen Mensch und Medium auf ihre Anwendbarkeit hin überprüft und Prototypen wie interaktive Demos gestaltet.

Sound Design

Sound erzeugt Emotionen: sowohl in Filmen, in der Musik als auch im Auto. Im Fachbereich Soundesign werde soundgestalterische Arbeit am Instrument und am Computer produziert. Sound Design bedingt die intensive Auseinandersetzung mit der akustischen Kommunikation und den Arbeiten mit verschiedenen Klängen. Durch Aufnehmen oder Erzeugen von Klängen, Sprache oder Musik entstehen auditive Atmosphären, Geschichten und Klänge. Im Fachgebiet Sound Design wird das notwendige Wissen generiert, um akustische Effekte und Phänomene bei der Herstellung von Sounds gezielt einzusetzen.

Type Design

Konzeption, Entwicklung und Digitalisierung einer Schrift sind Kernthemen dieses Faches. Eine Grundlage der Arbeit bildet dabei die Analyse des Zeichensystems Schrift, der Proportionen von Buchstaben, des Rhythmus und der Lesbarkeit. Schreiben und Zeichnen bilden die Basis, um die Buchstabenformen zu verstehen – die Schrift ist Baustein der Typografie. Der Diskurs typografischer Gestaltungsansätze wird in eine Vielzahl von Diskursen und Disziplinen eingebunden und vor diesem Hintergrund analysiert.

Typografie

Von kompositorischen Grundlagen bis zur Gestaltung komplexer Informationen werden in der topographischen Praxis grundsätzliche gestalterische Fragen verhandelt: Warum wird wie welcher Text auf welche Fläche platziert? Wie werden Textstrukturen erkannt und typografisch unterstützt? Wie kann das Spannungsfeld zwischen der konkreten inhaltlichen Bedeutung von Schrift und ihrer gestalterischen Kraft genutzt werden? Schriften sind in komplexe Systeme eingebunden und  werden vor dem jeweiligen Hintergrund analysiert. Durch Forschung und Experiment werden eigene typographische Sprachen entwickelt und weitergeführt.

Zeitbezogene Medien

Im Fachgebiet Zeitbezogene Medien werden Methoden zur Lösung audiovisueller Gestaltungsaufgaben angeboten. Im Kurs- und Projektangebot unterstützen wir die Studierenden in den Bereichen Motion Design, Trickfilm, Kamera, Montage und Sound Design bei der technischen und inhaltlichen Umsetzung. Im Fachgebiet Zeitbezogene Medien werden interdisziplinäre, medienübergreifende Ansätze gelehrt. Maßgeblich unterstützt wird hier die Zusammenarbeit mit Unternehmen, Kulturinstitutionen oder Redaktionen.

Modulgruppe Kunst (K)

Die Kenntnisse und Praktiken der Bildenden Kunst werden durch die Kunst Kurse (K) vermittelt. Sie ermöglichen einen großen Freiraum zur Erfahrung und Wahrnehmung von künstlerischen Methoden, praktischen Arbeitsweisen und einem eigenen künstlerischen Problembewusstsein.

Computergestütztes Experiment

Können wir leblosen Objekten, Materialien oder Räumen Leben einhauchen? Im Fach Computergestütztes Experiment werden Rauminstallationen entwickelt, es entstehen Skulpturen und Objekte mit Eigenleben. Am Ende des Semesters wird ausgestellt und so der Einsatz des Geschaffenen in Interaktion mit dem Publikum erprobt.

Künstlerische Konzeption (MA)

Durch die Verknüpfung der Bildenden Kunst mit einer Wissenschaft gibt es die Möglichkeit spezifische Perspektiven für intermediale und transdisziplinäre Forschungsvorhaben zu entwickeln. Master Studierende erhalten im Kurs Künstlerische Konzeption eine Vertiefung und Erweiterung ihrer künstlerischen und wissenschaftlichen Kenntnisse und Fähigkeiten. Vermittelt werden profunde Kompetenzen im Umgang mit künstlerischen Konzeptionen und die Befähigung diese angemessen anzuwenden, zu dokumentieren und zu präsentieren.

Malerei

Im Fachgebiet Malerei werden vielfältige künstlerische Ansätze erprobt und eigene künstlerische Standpunkte entwickelt. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit gestalterische Erfahrungen zu sammeln, die von den klassisch-akademischen Grundlagen bis hin zur freien künstlerischen Forschung reichen. Das Arbeitsspekturm reicht von realistisch bis abstrakt, vom freien Arbeiten mit oder ohne Thema bis hin zu einem Kontext als Quelle für Reflexion und Inspiration. Neben technischen und praktischen Fragestellungen widmen sich die Kurse vorwiegend dem Finden eines eigenen künstlerischen Ausdrucks.

Zeichnen

Die Zeichnung ist eine direkte, künstlerische, visuelle Sprache und tragende Grundlage für die gestalterische Ausbildung. Im Fachgebiet Zeichnen werden Zeichnungen sowohl als eigenständige aber auch als vorbereitende Medien verstanden. Zeichnungen sind ein Nährboden für alle anderen folgenden kreativen Prozessen. Durch Zeichnungen werden neue Realitäten in Fläche oder Raum geschaffen. Eine direkte Verbindung von Gesehenem und Erlebtem wird materialisiert. Ausgehend von verschiedenen Ansätzen, inhaltlichen und technischen, werden eigene Arbeitsweisen und Themenfelder entwickelt und umgesetzt.

Modulgruppe Labor (L)

In den Labor Kursen werden praktische Erfahrungen und Kenntnisse erlernt und vertieft. Die Labore ermöglichen einen Einstieg in handwerkliche Grundkenntnisse und stellen dafür die materielle Ausstattung der wichtigsten Techniken bereit. Für das Studienfach werden die folgenden Labor Kurse (L) angeboten.

Bleisatz und Buchdruck

In der Buchdruck-Werkstatt lernen die Studierenden typografische Grundlagen im Bleisatz. Das Labor verfügt über eine umfangreiche Schriftensammlung mit seltenen Exemplaren.
Die Texte und Wörter werden aus beweglichen Lettern zu einer Druckform zusammengesetzt und von diesen wird im Hochdruckverfahren gedruckt.  An den Hochdruckpressen können außerdem Holzschriften und Klischees gedruckt werden. Die Studierenden werden mit Proportionen und Abständen in der Praxis vertraut. Sie erlernen die Technik des professionellen Block- und Flattersatzes und erproben sich im Umgang mit gängigen Papiersorten.

Computerlabor

Das Computerlabor wurde vor allem für die Entwicklung von Printmedien eingerichtet. Es bietet aber auch Raum für die Grundlagenvermittlung und Vertiefung von HTML5 und CSS3 Kenntnissen, der Realisation von Printmedien sowie für Layout und Bildbearbeitung und Arbeitsplätze für 3D, After Effects, Interactive Storytelling, Web3D, Illustrator, TV Paint, Painter. Das Labor verfügt über einen Unterrichtsraum zur Vermittlung von Designsoftware und ausgesuchten Schriften sowie einer offenen Werkstatt, in der Studierende selbständig und in Gruppen arbeiten können. An den Computerarbeitsplätzen betreuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Studierenden.

Fotografie-Labor

In den Fotolaboren für Schwarzweiß- und Farbfotografie besteht für die Studierenden die Möglichkeit, sich mit allen Formen der analogen Fotografie auseinanderzusetzen. Für die Arbeit in den Laboren stehen insgesamt 25 Arbeitsplätze zur Verfügung. In den Fotolaboren werden die Studierenden mit den verschiedenen Verfahren der Produktion und Belichtung bekannt gemacht. Die Kurse basieren auf der Vermittlung gestalterischer und fotografischer Prinzipien und führen in die eigenständigen Bildfindungsprozesse ein.  Die analoge fotografische Technik kann im Studium als eigenständiger Bereich genutzt werden.

Interaction Design – Labor

Im Labor für Interaction Design können interaktive Projekte für Desktop oder mobile Endgeräte entwickelt werden. Eine Betreuung durch Tutorinnen und Tutoren ermöglicht es, auf unterschiedliche Erfahrungsniveaus individuell eingehen zu können. Der Designprozess führt von der ersten Recherche bis hin zur fertigen Implementierung und Umsetzung.  Die Ausstattung für explizit multidisziplinäre Projekte befindet sich im Aufbau.

Siebdruck

Siebdruck ist die jüngste Drucktechnik unter Hoch-, Tief- und Flachdruck. Hier kommt das Druckprinzip des Durchdrucks zum Tragen. Die Siebe werden per Belichtungsverfahren als Druckformen gestaltet. Das Druckverfahren bietet eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten und Individualisierungen aus Linie, Fläche, Foto, Schrift, mit Farben und Farbmischungen auf Papier, Stoff, Holz und anderen Bildträgern zu drucken. Das Forschungsziel des Siebdrucks ist die neue Bildfindung und Interpretation der Motive.

Zeitbezogene Medien – Labor

Die Labore des Fachs Zeitbezogene Medien sind mit modernster Technik ausgestattet. Hier können die Studierenden ihre Projekte verwirklichen. Im Trickfilmlabor werden manuelle Techniken wie Zeichentrick, Puppenbau und Stop-Motion unterrichtet. Die Bewegung der Bilder verbindet sich mit der Bewegung der Sprache, Geräusche, Töne, multimedial, komplex und interaktiv. Für Arbeiten mit Video und Klang können Postproduktionsplätze, Video- und DSLR-Kameras und ein Sounddesignstudio mit Tonarchiv genutzt werden. Im besonderen Fokus steht dabei die ästhetische Auseinandersetzung mit Hilfe der technischen Werkzeuge. Das Labor Zeitbezogene Medien stellt eine interdisziplinäre Schnittstelle dar und dient gleichsam zur Nutzung für experimentelle Medienkonzepte und Installationen.

Modulgruppe Theorie (T)

Das Fachgebiet Theorie (T) schafft einen Raum der Reflexion zwischen Kunst, Wissenschaft und Gestaltung. Entsprechend der interdisziplinären Ausrichtung des Departments Design, verfolgt das Fachgebiet forschungsgeleitete, versuchsorientierte Lehre in den folgenden Lehrgebieten.

Ästhetik und Kulturphilosophie

Das Lehrgebiet fragt nach dem Sinn und der Verortung, die Menschen ihrer Kultur und deren Geschichte, ihren Artefakten, Techniken und Kunstwerken geben. Mit einer 2500 Jahre alten Textgeschichte (von Dialogen über Traktate hin zu Essays und Streitschriften) eröffnet sich so ein tastendes, grenzgängerisches Denken, das betrachtet und begründet, meditiert und spekuliert, diskutiert und argumentiert, das zweifelt, aber eben auch anerkennt, fundiert und sich im Verstehen übt.

Creative Writing und Poetik/Rhetorik

Die Disziplinen Creative Writing und Poetik/ Rhetorik vermitteln die praktische Satzbaulehre als eine Kulturtechnik, die sich erlernen und lehren lässt. In einer Werkstatt der Wörtlichkeit, werden verbale Ausdrucksfähigkeit und ihre Repertoires durch learning by doing geschult. Seit der Antike wird Rhetorik als Theorie und Kunst der Beredsamkeit, auch in Formen der Schriftlichkeit gelehrt. Während sich in der Poetik das methodische Vergnügen offenbart, sich in die Regeln und Geheimnisse der Satzbaukunst zu vertiefen.

Kunst- und Designgeschichte

Das Lehrgebiet Kunst- und Designgeschichte möchte zu einem kritischen und reflektierten Umgang mit Werken der bildenden und angewandten Kunst in ihrem jeweiligen historischen Kontext befähigen. Wichtige Ziele sind die Schaffung einer systematisierten Grundlagenkenntnis epochenübergreifender Zusammenhänge ebenso wie der Aufbau einer elementaren Denkmal- und Objektkenntnis.

Kunst- und Modegeschichte/Modetheorie

Das Lehrgebiet Kunst- und Modegeschichte / Modetheorie bietet Möglichkeiten zur diskursiven, geisteswissenschaftlichen Auseinandersetzung mit kunst- und kleidungshistorischen Epochen sowie speziellen Themenstellungen des Faches. Anhand unterschiedlicher Quellengattungen wird die historische wie aktuelle Bedeutung des äußeren Erscheinungsbildes für die menschliche Identität in Abhängigkeit von der umgebenden Kultur und Gesellschaft kritisch reflektiert. Das solchermaßen gewonnene Verständnis von „Textil / (Mode-)Kleidung / Kostüm“ als Form und Medium im soziokulturellen Kontext unterstützt die Ausbildung des individuellen kreativen Potentials.

Künstlerische Forschung und Designforschung

Auf welche Art von Erkenntnis zielt künstlerische Forschung und in welchem Verhältnis stehen diese zu anderen Formen der Erkenntnisbildung? Im Lehrgebiet künstlerische Forschung und Designforschung werden spezifische Vorgehensweisen künstlerischer Forschung untersucht und vermittelt. Die Grundlage künstlerischer Forschung und Designforschung sind ästhetisches Erleben und künstlerische Erfahrung. Mit ihrer Hilfe werden Methoden und Formate produziert, in denen neue Erkenntnisse und Erfahrungen geschaffen, vermittelt und diskutiert werden können.